Das aktuelle Bild hat keinen Alternativtext. Der Dateiname ist: em.jpg

Vom 13. bis 19. Juli 2026 verwandelte sich Podčetrtek in Slowenien in das Zentrum des europäischen Jugend-Billardsports. Bei den Kamui European Championships U17, U19 & Girls traten die besten Nachwuchstalente Europas gegeneinander an. Mit dabei: Raphael Biasio und Jonas Bigl, die Österreich mit großem Einsatz und beeindruckenden Leistungen vertraten.


10-Ball: Starker Kampfgeist und Top-Platzierung

Am 14. Juli starteten Raphael (U19) und Jonas (U17) in die 10-Ball-Bewerbe. Beide mussten zunächst eine Niederlage hinnehmen und fanden sich somit in der Hoffnungsrunde wieder.

Für Raphael verlief das Turnier leider nicht wie erhofft – auch im zweiten Spiel musste er sich geschlagen geben und belegte am Ende Rang 49.

Jonas hingegen zeigte echten Kampfgeist: Mit drei Siegen in Folge spielte er sich bis ins 16tel-Finale unter die besten 32 Spieler Europas. Dort setzte er seine starke Form fort und zog ins Achtelfinale ein. Trotz einer 2:6-Niederlage bewies er sein großes Potenzial und sicherte sich einen hervorragenden 9. Platz.


8-Ball: Spannende Duelle und ein österreichisches Aufeinandertreffen

Auch im 8-Ball ging es intensiv zur Sache. Raphael verlor sein Auftaktmatch, konnte sich jedoch in der Hoffnungsrunde zurückkämpfen und ein Spiel souverän gewinnen. In der Qualifikation für die Finalrunde musste er sich schließlich geschlagen geben – Endergebnis: Platz 33.

Jonas startete ebenfalls mit einer Niederlage, meldete sich aber eindrucksvoll zurück. Mit einem klaren 6:3-Sieg gegen Büyükylimaz aus der Türkei zeigte er sein Können. Im nächsten Spiel kam es zum österreichischen Duell gegen Valerian Zachhuber. Trotz großem Einsatz musste sich Jonas geschlagen geben und belegte Platz 49.


Team-Bewerb U19: Silber für Österreich!

Das österreichische U19-Team mit Raphael Biasio, Seymen Atila und Markus Schleindler sorgte für ein echtes Highlight der Meisterschaft.

Nach einer knappen 1:2-Niederlage gegen Estland folgte ein klarer Sieg gegen Finnland. Im Qualifikationsspiel gegen Bulgarien mussten sie sich zwar geschlagen geben, doch davon ließen sich die Österreicher nicht aufhalten.

Mit einem überzeugenden 2:0 gegen Spanien im Viertelfinale und einem dominanten 3:0 gegen Estland im Halbfinale zogen sie ins große Finale ein.

Dort wartete Deutschland. Raphael glänzte erneut im 8-Ball mit einem starken 7:4-Sieg, doch in den anderen Disziplinen hatte Österreich das Nachsehen. Am Ende bedeutete das den 2. Platz und die Silbermedaille.

Dieser Erfolg markiert einen emotionalen Höhepunkt: Für Raphael, Seymen und Markus war es die letzte Jugend-Europameisterschaft – und sie verabschiedeten sich mit einem beeindruckenden Vize-Europameistertitel.


Team-Bewerb U17: Starker Auftakt

Das U17-Team mit Jonas Bigl, Valerian Zachhuber und Edgar Lichtenwallner startete erfolgreich ins Turnier. Gegen Zypern gelang ein 2:1-Sieg, wobei Jonas mit einem klaren 6:0 besonders herausstach.

Gegen Spanien mussten sie sich zunächst geschlagen geben, konnten jedoch später noch wichtige Punkte sammeln und wertvolle Erfahrungen auf höchstem Niveau mitnehmen.


9-Ball: Nervenstärke gefragt

Im 9-Ball zeigte Raphael erneut Kampfgeist. Nach einer knappen Hill-Hill-Niederlage im ersten Spiel kämpfte er sich stark zurück und gewann seine nächsten beiden Matches souverän. Erst unter den letzten 32 war Endstation – Platz 17.

Jonas startete stark mit zwei Siegen am Samstag. Am Sonntag verlor er knapp mit 5:7 in der Winners-Qualifikation und schied später in der Losers-Runde aus – Platz 33.


Fazit

Die Europameisterschaften 2026 waren geprägt von intensiven Matches, emotionalen Momenten und beeindruckenden Leistungen der österreichischen Nachwuchsspieler. Besonders die Silbermedaille im U19-Team-Bewerb bleibt als herausragender Erfolg in Erinnerung.